{"id":79,"date":"2018-09-08T13:03:17","date_gmt":"2018-09-08T13:03:17","guid":{"rendered":"https:\/\/lsc-leipzig.de\/?page_id=79"},"modified":"2018-09-10T13:22:28","modified_gmt":"2018-09-10T13:22:28","slug":"seesportgeschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/lsc-leipzig.de\/index.php\/seesportgeschichte\/","title":{"rendered":"Seesportgeschichte"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>Solange Schiffe die Weltmeere befahren, gibt es Wettbewerbe zwischen den Seeleuten.\u00a0Sie halfen das harte Leben an Bord besser zu \u00fcberstehen und dienten zur Ausbildung und\u00a0Disziplinierung der Besatzungen. Beim Rollenschwof wurden die Mannschaften \u00fcber das<br \/>\nSchiff gehetzt, wetteiferten die Seeleute beim Klettern in den Masten oder an Bord, beim\u00a0Man\u00f6ver Anker auf, beim Wurfleinenwerfen, beim Anlanden oder der \u00dcberbringung von\u00a0Nachrichten mit Beibooten um schnellstm\u00f6gliche und korrekte Ausf\u00fchrung.<\/p>\n<p>Aus all diesen Aktivit\u00e4ten, angelehnt an den Seemannsalltag, entwickelte sich der\u00a0Seesport als relativ selbstst\u00e4ndige maritime Sportart zur Ausbildung der Besatzungen,\u00a0insbesondere in den Handels- und Kriegsmarinen. Am 27. Juni 1891 wurde der Deutsche<br \/>\nMarinebund gegr\u00fcndet und 1896 bei den ersten olympischen Spielen der Neuzeit\u00a0geh\u00f6rten seesportliche Wettbewerbe zwischen den Besatzungen der im Hafen von Pir\u00e4us\u00a0liegenden Kriegsschiffe zum Rahmenprogramm der Veranstaltung.<\/p>\n<p>Nach dem ersten Weltkrieg nutzten nationale Flotteninteressenten in Deutschland unter\u00a0den Augen der alliierten Kontrollbeh\u00f6rden den Seesport zur vormillit\u00e4rischen Ausbildung\u00a0zuk\u00fcnftiger Kader. Von 1933 &#8211; 1945 wurde der Seesport voll in den Dienst der\u00a0Flottenr\u00fcstung und ab 1939 des Krieges gestellt. Nach 1945 war der Seesport,<br \/>\ninsbesondere durch seine Anbindung an das faschistische Regime, zun\u00e4chst verboten.<\/p>\n<p>Aber schon Ende der 40er, Anfang der 50er Jahre begannen sich in beiden deutschen\u00a0Staaten Seesportgruppen zu bilden, die in der BRD unter dem Dach des\u00a0wiedergegr\u00fcndeten Marinebundes und in der DDR der Gesellschaft f\u00fcr Sport und Technik\u00a0(GST) ihre Heimstatt fanden.<\/p>\n<p>1952 wurden \u00fcber 50 Wassersportst\u00fctzpunkte an Fl\u00fcssen und Seen im Binnenland der\u00a0DDR und an der Ostseek\u00fcste geschaffen. \u00dcber 300 Ruder- und Segelkutter, zuerst aus\u00a0Holz (K-10), sp\u00e4ter aus GFK (ZK-10), das Segelschulschiff &#8220;Wilhelm Pieck&#8221; (heute<br \/>\n&#8220;Greif&#8221;), verschiedene Motorschulschiffe sowie eine Reihe Ixylon-Yachten, Barkassen,\u00a0Motorboote (MAB) u.a. dienten als materielle Basis f\u00fcr den Seesport in der GST. Am\u00a015.09.1987 wurde in Strausberg bei Berlin der &#8220;Deutsche Seesportverband der DDR&#8221;, ein<br \/>\nden seesportlichen Interessen der Mitglieder entsprechender Sportverband, gegr\u00fcndet.\u00a0Mit dem Ziel den Seesportmehrkampfes (SMK) in allen seinen Variationen zu f\u00f6rdern.\u00a0Auf dem Verbandstag in Greifswald 1990 beschlossen die Mitglieder eine neue Satzung,<br \/>\nw\u00e4hlten ein neues Pr\u00e4sidium und gaben sich den Namen &#8220;Deutscher Seesportverband e.V.&#8221; (DSSV). Gegenw\u00e4rtig geh\u00f6ren dem DSSV ca. 113 Klubs und Vereine in Th\u00fcringen,\u00a0Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-<br \/>\nHolstein, Baden-W\u00fcrttemberg und Nordrhein-Westfalen mit \u00fcber 3500 Mitgliedern an.<\/p>\n<p>Heinz Mattkay<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Solange Schiffe die Weltmeere befahren, gibt es Wettbewerbe zwischen den Seeleuten.\u00a0Sie halfen das harte Leben an Bord besser zu \u00fcberstehen und dienten zur Ausbildung und\u00a0Disziplinierung der Besatzungen. 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